Diese Woche unser Gast: Michael Dietmayr

Vom 28. März bis 1. April begrüßen wir als Special Guest in unserer Show “Quilitz”: Liedermacher Michael Dietmayr.

Der bekannte Liedermacher und frühere Frontmann der Unterschleißheimer Kult-Band „akzent“ ist seit 2006 als Solokünstler unterwegs. Auf über 250 Konzerten spielte Michi Dietmayr unter anderem mit den Banana fishbones, Blumentopf oder Michael Fitz. Der preisgekrönte Kabarettkünstler gab in München schon Konzerte im Circus Krone, im Schlachthof und war auch im Fernsehen zu sehen.
Nach seinen beiden ersten erfolgreichen Solo-Programmen “Auszeit“ und “Herz im Süden!“ berichtet er nun in „Quilitz“ über seine “Weiber-WG“ und schildert in gewohnt sympathischer und witziger Art und Weise Ausschnitte aus seinem Familienleben.

Diese Symphatie und dieser Witz und nicht zuletzt seine Bühnendynamik machten ihn auch über Bayern hinaus bekannt.

Unsere Gäste diese Woche: Bright Blue Gorilla

Die Musiker & Filmemacher “Bright Blue Gorilla” sind vom 21. bis 25. März bei uns im GOP München in zu Gast.

Vor 22 Jahren beschlossen Robyn Rosenkrantz und Michael Glover aus Los Angeles beim Frühstück, ihre Jobs zu kündigen und sind seitdem als “Bright Blue Gorilla” weltweit unterwegs. Mit Liedern, die die Seele ansprechen, Comedy und Improvisationstalent erreichen die beiden Multitalente ihr Publikum. BBG haben in 22 Jahren 11 CDs produziert und waren fast pausenlos auf Tour. In Berlin gewannen BBG den ersten Platz beim „Troubadour Contest“ im Maxim Gorky Theater.

Als Filmemacher arbeiteten die beiden schon mit Künstlern wie Alec Baldwin, Matthew Broderick oder Martin Quilitz und produzierten vier Filme, die weltweit auf Festivals Aufmerksamkeit erregten.

“Lonely at the top”-ein Abend mit Randy Newman

Randy Newman mit FlügelRandy Newman mit Flügel

Lonely at the top

Mitmenschen!
Am freien Tag bin ich nach Berlin geeilt, um Randy Newman im Admiralspalast zu erleben. Während seines München-Konzerts hatten wir unsere Premiere im GOP.
Am Abend zuvor haben wir noch die “Quilitz”-Show vor 1200 Zuschauern im Deutschen Theater München vis-a-vis der Allianz-Arena gespielt.
Tolle Stimmung vor einer beeindruckenden Kulisse…

Dienstag 20.00, Berlin, Admiralspalast:..gleich kommt er..für seine Platten habe ich mein erstes selbstverdientes Geld mit 14 ausgegeben..”Little Criminals”.
Sinnvolle Investition mit Spätfolgen..wegen seiner Texte habe ich später in Berlin “Amerikanistik” studiert.

“In America every man is free..to take care of his home and his family..” der amerikanische Traum in wenigen Worten leichtfüßig seziert.
“No one likes us and heaven knows we try, so let’s surprise them, drop the big one and pulverize them.”
Jahrzehnte alt, immer noch aktuell und so wunderbar unamerikanisch selbstironisch..daher gerade in Europa immer wieder so begeistert belacht und beklatscht.

Irgendein Sänger oder Literat sitzt immer bei den raren Randy-Newman-Konzerten vor oder neben einem.
Heinz Rudolf-Kunze in der Musikhalle Hamburg, Klaus Hoffmann im Kammermusiksaal, Herbert Grönemeyer im Admiralspalst..diesmal u.a. Judith Hermann. Sie alle lauschen andächtig dem Meister des unverkrampften, zeigefingerfreien politischen Liedguts.

“My songs are almost autobiographical..about my life or the constitution..the next song contains some lies but not many..”.
Mit seinen weißen Haaren, der Leibesfülle, den schwerer gewordenen Schritten ist er ein wenig in die Jahre gekommen..seine Lieder sind es nicht.
Seine Stimme klingt sogar klarer und fester als bei so manchem Konzert in den letzten 20 Jahren.
Der Schalk in seinen Augen und seiner Sprache scheint einen geheimen Jungbrunnen zu kennen.

“I wrote this love song for my first wife when I was married to my second.”
Wenn er dann im Refrain haucht “Miss you..I miss you” kommen einem die Tränen nicht mehr vom Lachen.

Zwischen Hits wie “Short people”, “You can leave your hat on” oder “Lonely at the top”, die mit rhythmischem Klatschen vom gesetzten Publikum freudig begrüßt werden, sind an diesem Abend seine traurigen Liebeslieder und Balladen besonders präsent. In ihnen zeigt sich seine wahre Meisterschaft, mit wenigen Pianoklängen in Sekunden den geneigten Hörer in eine melancholische Stimmung zu versetzen.
Wer nah am Wasser gebaut hat oder winterlich immungeschwächt ist, sollte gut ausgestattet mit Zellstoff und ohne überflüssige Scham dem Altmeister lauschen.
Eine sensible Seele mit brüchiger, kitschabweisender Stimme und ein Steinway, mehr braucht es nicht, um erwachsene Großstädter zu Tränen zu rühren.

Mehr nicht?

Soviel, daß es außer Randy Newman bei mir zumindest kaum einer geschafft hat. In alten Zeiten noch Rio Reiser, der heute unterm Junimond vom deutschen Sänger-Olymp zuschaut und unter den Lebenden noch Norbert Leisegang von Keimzeit, der chronisch unterbewerteten Band aus Potsdam, der ich als einer der wenigen Wessis seit meinem Lieblings-Album der Wende-Zeit 89/90 “Irrenhaus” die Treue halte.
Seine Liebeslieder rauschen schmalzfrei durchs Ohr direkt ins Gemüt. Seine melancholischen Texte wünscht man sich auch als Agnostiker auf den eigenen Grabstein:
“Laß es laufen den Berg hinunter, laß es laufen durchs Tal, Gott hat dem Fluß diesen Weg gewiesen, sicher tut er’s nicht nochmal..” .

Während ohne Norbert Leisegang Sänger wie Clueso ohne Inspirationsquelle wären, wären ohne Randy Newman mittvierzigjährige Moderatoren und Kabarettisten wie ich ohne Idol.
In einem Song “about a murderer”, 1934 in Düsseldorf angesiedelt, besingt er am Rhein sitzend derartig kurz und treffend die Angst davor, wohin der Faschismus führen wird “I’m looking at the river but I’m thinking of the sea”, daß man nachdenklich wird, wieviele Worte man oft selbst braucht, um auf den Punkt zu kommen.

Dieser Abend lebt mehr als frühere Konzerte von dieser, ihm eigenen pointierten Melancholie.
Ob das an seinem Alter liegt?Wenn er das Publikum, bei einem Song über Rockstars, die nicht abtreten können, mitsingen läßt “I’m dead but I don’t know it..Publikum:”He’s dead!He’s dead!”, sieht man sich plötzlich auf einer ausgelassenen Beerdigungsfeier, wie sie sich einer mit seinem Humor vielleicht tatsächlich wünscht.
Aber diese Art vorgezogene Abschiedsfeier möchte man nicht zum letzten Mal mit ihm zelebriert haben.
“Only the good die young”, Randy Newman bestätigt diese alte Regel über Idole..als Ausnahme.

Sein schönstes trauriges Liebeslied hat er “Marie” gewidmet.
Am Ende eines solchen Konzerts möchte man es ein wenig abgewandelt ihm selbst entgegen schmachten:
“I loved you the first time I heard you and I will always love you..Randy”

Das klingt jetzt doch arg fanmäßig verkitscht?
Ja, genau…denn so etwas kann man nur mit Norberts, Rios oder eben Randys Stimme singen ohne rot zu werden.
Das gönne ich mir heute mal.
Verehrung hat auch immer etwas mit Unerreichbarkeit zu tun.
Für ihn bleibt es wie es war:”lonely at the top”.

Martin Quilitz
Im GOP München bei Frühsommerwetter

“Quilitz” Premiere mit prominentem Gast

Die Show im TV-Late-Night-Format überraschte das Premierenpublikum mit aktuellem Talk, Weltklasse Artisten und hochkarätiger Comedy.

Eine Moderationsshow, die Raum für spontane Interaktion und tagesaktuelle Themen bietet, braucht einen versierten Gastgeber. Mit Martin Quilitz hat das GOP Varieté einen ebensolchen gefunden.

Bei der Premiere vor fast 300 Gästen am gestrigen Donnerstag, 8.3. konnte Martin sein Improvisationstalent und Tagesaktualität unter Beweis stellen. Zudem überraschte Schauspieler Max Tidof mit einer einmaligen, kurzweiligen Bühnenperformance als “Kunstraucher”.

“Quilitz” – nur zu sehen bis 29. April im GOP München!

Diese Woche unser Gast: Sophie Berner

Die Sängerin und Schauspielerin Sophie Berner ist vom 8. bis 18. März bei uns im GOP München in der Show “Quilitz” zu Gast.

Die gebürtige Münchnerin ist die erste der wechselnden Special Guests in der Show “Quilitz”. Nur bis zum 18. März ist sie mit ihrem Gitarristen Leonhard Schwarz in München zu sehen.

Die Sängerin, Schauspielerin und Tänzerin Sophie Berner gilt als eine der vielseitigsten
Bühnenkünstlerinnen der jungen Generation, denn sie verkörpert einen ganz neuen Typus von Sängerin. Sie besitzt Präsenz und Ausstrahlung – mit anderen Worten: das gewisse Etwas, was sie von vielen Jungtalenten sofort abhebt.

Bereits mit 17 Jahren bestand sie die Aufnahmeprüfung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und trat schon während des Studiums in diversen Musical-Produktionen auf. Danach wurde sie vom Fleck weg von der Berliner „Bar jeder Vernunft“ als Sally Bowles in dem Musical CABARET engagiert. Mittlerweile hat sie diese Rolle über 200 Mal gesungen und gespielt – u.a. auch am Deutschen Theater in München.

Inzwischen gastiert Sophie Berner im gesamten deutschsprachigen Raum. Erst kürzlich gab sei ein Benefizkonzert für und mit dem Hollywoodstar John Malkovich und tritt als Kulturrepräsentantin von „Visit Berlin“ mit ihrem Konzert “Selber eingeladen ” in New York, Moskau und Tel Aviv auf. Mittlerweile schreibt Sophie Berner auch in Zusammenarbeit mit ihrem Komponisten Leonhard Schwarz ihre eigenen Lieder mit Texten auf Deutsch und Englisch und arbeitet an einem Soloalbum.